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Freitag, den 30. Juli 2010 um 09:41 Uhr

Rechtliches

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Außer Fische habe ich noch...


Pflege


Das Gleichgewicht im Aquarium ist empfindlich und kann schnell gestört werden, wenn man sich nicht an einige einfache Regeln hält. Die erste Regel lautet, das Becken und seine Bewohner täglich zu beobachten, z. B. bei der Fütterung. So lassen sich Krankheiten, ein beunruhigendes Verhalten eines Fisches oder eine Farbänderung des Wassers rasch erkennen. Die zweite Regel ist, das Aquarium zu pflegen. Das ist nicht besonders mühsam, wenn man es regelmäßig tut, und nimmt nur 1 bis 2 Stunden pro Woche in Anspruch. Manche Arbeiten sind täglich, andere in größeren Abständen auszuführen.

Die Wasseranalyse:
Für Probleme, die für das Auge oft nicht sichtbar sind, kann schlechte Wasserqualität verantwortlich sein. Das Wasser muss deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Im Süß- wie im Meerwasser sind hauptsächlich drei Parameter zu überwachen: Temperatur, pH-Wert und Nitritgehalt. Im Meerwasser muss außerdem die Salzdichte, im Süßwasser die Wasserhärte überprüft werden.

Die Überprüfung der Geräte:
Beleuchtungs-, Heiz-, Durchlüftungs- und Filtersysteme verdienen ebenfalls die Aufmerksamkeit des Aquarienfreundes. Bei der Beleuchtung ist zu überprüfen, ob die Stromkontakte nicht oxidiert sind (vor allem im Salzwasser). In der Membranpumpe muss zweimal jährlich die kleine Luftansaugpatrone ausgetauscht werden. Ausströmer setzen sich mit der Zeit mit Algen oder Kalk zu. Am besten ist es natürlich, man tauscht sie aus, aber sie lassen sich auch reinigen. Die Filtermassen müssen regelmäßig gesäubert werden. Eine Fehlfunktion des Heizsystems wirkt sich rasch durch ein Absinken oder eine Erhöhung der Wassertemperatur aus. In diesem Falle muss das Gerät erneuert werden.

Die Reinigung der Scheiben:
Oft bedecken Grün- oder Braunalgen, Kalk oder biologische Ablagerungen (Bakterien und Mikroorganismen, die keine Krankheitserreger sind) die Scheiben des Aquariums. Das ist von Becken zu Becken verschieden und im Allgemeinen für die Fische auch nicht gefährlich. Es sieht aber einfach nicht schön aus, wenn die Frontscheibe verschmutzt ist. Man muss sie dann mit einer Rasierklinge oder einem im Fachhandel erhältlichen Scheibenreiniger säubern. Ein Scheuerschwamm hat sich ebenfalls als wirksam erwiesen, kann die Scheiben jedoch auf Dauer verkratzen. Auch die Deckscheibe des Aquariums darf nicht vergessen werden, denn mit der Zeit lagern sich innen Kalk (bzw. Salz bei Meerwasser) und Algen und außen Staub ab. Dadurch gelangt nicht mehr genügend Licht zu den Pflanzen.

Die Pflege des Bodensubstrats:
Am Boden lagern sich diverse Abfälle ab: Ausscheidungen der Fische, Pflanzenteile, Futterreste, ja sogar manchmal Kadaver von Fischen, die unbemerkt verendet sind. Darunter leiden die Optik und auch das Gleichgewicht im Aquarium; außerdem ist für die Zersetzung dieser Abfälle Sauerstoff nötig. Das sind bereits zwei gute gründe, um diese Verunreinigungen abzusaugen. Im Fachhandel gibt hierfür spezielle Sauger. Man kann aber auch einen flexiblen Schlauch benutzen, der das verunreinigte Wasser ableitet.

Der Wasserwechsel:
Regelmäßiger Teilwasserwechsel ist in der Aquaristik einer der Schlüssel zum Erfolg. Wenn man den Wasserwechsel mit dem Absaugen kombiniert, werden diverse Abfallstoffe und ein Teil der Nitrate entfernt, die sich mit der Zeit anhäufen. Das klare Frischwasser führt dem Becken Mineralien zu; es fördert das Wachstum der Fische und Pflanzen und kann den Ablaichvorgang auslösen. Im Vergleich zu einem Becken, dessen Wasser nicht erneuert wird, kann man nach etwa zwei Monaten einen deutlichen Unterschied feststellen. Es wird empfohlen, pro Woche fünf bis zehn Prozent des Wasservolumens auszuwechseln. Natürlich sollte man immer Wasser auf Vorrat haben, das nach pH-Wert und Härte bzw. Salzgehalt die gleichen Eigenschaften aufweist wie das Aquarienwasser. Ideal ist, jeden Tag eine geringe Menge auszutauschen.

 

Die Kontrolle der Wasserwerte

Parameter
Intervall Bemerkungen
Temperatur Täglich Sie darf höchstens um 1 °C schwanken.
Nitrite Ein- bis zweimal pro Woche Idealerweise sind keine Nitrite vorhanden.
pH-Wert Ein- bis zweimal pro Woche Schwankungen im Tagesverlauf entstehen durch die
Photosynthese und die Atemvorgänge der Lebewesen.
Salzdichte Einmal pro Woche Nur bei Meerwasser. Sie darf maximal um ein bis zwei Einheiten schwanken.
Wasserhärte Einmal pro Woche In der Süßwasseraquaristik. Leichte Schwankungen sind völlig normal.
Kohlendioxid Alle 14 Tage (manchmal auch seltener) Hauptsächlich in relativ dicht bepflanzten Aquarien.
Kalzium Einmal pro Woche In der Meeresaquaristik für Aquarien mit Korallen.
Bei gravierenden Problemen muss man sofort ein Drittel des Wassers austauschen, dann an den darauffolgenden fünf Tagen jeweils 10 Prozent. Das Nachfüllwasser muss in jedem Fall die normalen Werte des auszutauschenden Wassers aufweisen (insbesondere pH-Wert, Härte bzw. Dichte).
 

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