Rechtliches
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| L-Nummern |
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Bei der Vergabe von L-Nummern handelt es sich um ein System, welches eingeführt wurde, um neu importierte und nicht exakt identifizierbare Loricariiden (Harnischwelse) zu benennen. Das "L" steht für "Loricariidae" und die Nummer wird fortlaufend vergeben. Voraussetzung für die Vergabe einer L-Nummer ist die Vorstellung der Art in der DATZ, kurz für "Die Aquarien- und Terrarienzeitschrift". L-Nummern werden nur noch an ancistrine und hypostomine Loricariiden vergeben. Anfänglich bekamen auch loricariine Neueinführungen eine Nummer (L 10, L 53, L 62). In einigen Fällen wurden auch Nummern wieder eingezogen und neu vergeben, was regelmäßig für Verwirrung sorgte. Mit der wissenschaftlichen Beschreibung einer Art ist die Codenummer theoretisch hinfällig. Praktisch wird sie zumindest bei häufig gehandelten Arten weiter genutzt. Ein Beispiel dafür ist der seit 1991 beschriebene Hypancistrus zebra, der noch immer als L46 bekannt ist. Erfunden wurde das System von Rainer Stawikowski (Chefredakteur der DATZ), Arthur Werner (Inhaber der Firma transfish) und Uli Schliewen im Sommer 1988, nachdem eine große Anzahl unbeschriebener Harnischwelse neu importiert wurden. L 1 wurde inzwischen beschrieben und heißt Glyptoperichthys joselimai. Am 1. Januar 2008 gibt es 411 L-Nummern, die jedoch nicht für die entsprechende Anzahl von Arten stehen, sondern auch für Fundortvarianten, einmalig auftretende Mutationen (L 98) und Ähnliches. Ein ähnliches System wurde von der Zeitschrift "das Aquarium" eingeführt: Die LDA-Nummern. Durch Konkurrenz von Verlagen, Autoren usw. kommt es häufig vor, dass Arten bzw. Varianten eine L- und LDA-Nummer bekommen. Zur Identifikation gibt es mehrere Werke: Zum einen die jeweilige Ausgabe der DATZ (bzw. das Aquarium), zum anderen den Aqualog und das DATZ-Sonderheft "L-Nummern - Das Original". Auch in der aktuellen Auflage des Aqualog ("All L-Numbers") gibt es sehr viele Fehlidentifikationen, so dass das Werk nicht uneingeschränkt empfohlen werden kann. Außerdem sind einige Arten nur als Zeichnung vorhanden, weil die Autoren keine Lebendexemplare zur Verfügung hatten. Die Pflegehinweise sind mit Vorsicht zu genießen. Das DATZ-Sonderheft enthält die Originalfotos der Vorstellung und ist deshalb zur Identifikation auf jeden Fall besser geeignet.
Hier ein Link zu einer aktuellen Liste der L-Nummern von L-Welse.com. |
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