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Dienstag, den 16. März 2010 um 03:05 Uhr

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Aquarienpflanzen
 
Aquarienpflanzen erfüllen verschiedene Aufgaben. So sind sie nicht nur zur Verschönerung gedacht, sondern dienen auch der Wasserfilterung.

Die Filterung:

Alle Aquarienpflanzen übernehmen die wichtige Aufgabe der Wasserfilterung. Selbst der beste Aquarienfilter ersetzt nicht einen ausgewogenen Pflanzenbestand.

Die Art und Stärke der Filterung beschränkt sich hierbei auf die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzenart.

Hygrophila Polysperma
So nehmen manche Arten, wie z.B. der Hygrophila Polysperma (Indischer Wasserfreund) die Nährstoffe über die Blätter auf, wodurch sie dabei mehr an Abfallprodukten verbrauchen können, als das Großblättrige Pflanzen tun.
Der Indische Wasserfreund kommt mit seinen vielen kleinen Blättern auf eine größere Gesamtoberfläche aller Blätter als der Echinodorus cordifolius (Froschlöffel). Das soll natürlich nicht bedeuten, dass nun alle Vollwurzelpflanzen wie Cryptocryne Wendtii (Wendts Wasserkelch), kaum Nährstoffe abbauen würden. Diese Arten ziehen ihre Nährstoffe mit ihrem Wurzelballen aus dem Boden und verbrauchen so den sehr bekannten Mulm.

Aus diesem Grund sollte ein zu häufiges Mulm absaugen mit den handelsüblichen Mulmglocken vermieden werden. Man kann beim regelmäßigen Wasserwechsel mit einem Schlauch nur den oberflächlich unschönen Mulm absaugen und überlasst es den Pflanzen, im Bodengrund aufzuräumen.

Dabei gehen allerdings die Ansichten der einzelnen Aquarianer auseinander. Es sollte jeder für sich selbst ein gesundes Mittelmaß finden.

Trotz allem sollte man keinesfalls den Wasserwechsel unterschätzen oder sogar ganz weglassen.

Denn: So viele Pflanzen man auch im Becken hat, sie können niemals den Wasserwechsel ersetzen!
 
Man hört oder liest des öfteren über Submerse und Emerse Pflanzen.

Hier eine kurze Erklärung:

Submerse Pflanzen:   

Als submers (abgetaucht) bezeichnet man Pflanzen, die ganz untergetaucht im Wasser wachsen. Die Bezeichnung submers ebenso wie emers wird in der Botanik und Aquaristik für die Lebensweise von Pflanzen verwendet. Eine submerse Pflanze wächst gänzlich unter Wasser und kann keine Oberflächenblätter ausbilden. Es handelt sich also um echte Aquarienpflanzen. Beispiele für submers wachsende Pflanzen sind Vallisnerien, Rotola und Durchwachsenes Laichkraut (auch andere Laichkrautarten). 

Emerse Pflanzen:

Als emers (aufgetaucht) werden Wasserpflanzen bezeichnet, die ganz oder teilweise über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Die Bezeichnung emers ebenso wie submers wird in der Aquaristik für die Lebensweise von Pflanzen verwendet. Eine emerse Pflanze wächst entweder gänzlich auf dem Land oder ist eine Sumpfpflanze. Sie kann also auch außerhalb des Wassers gedeihen und ist somit z.B. für ein Paludarium bestens geeignet. Häufig gibt es Mischformen, deren Wurzeln zwar im Wasser gedeihen, deren Blätter aber in der Luft stehen müssen. Im Handel werden diese Pflanzen jedoch oft dennoch als reine Aquarienpflanzen angeboten, deren Blätter dann allmählich, da es sich um langsam wachsende Pflanzen handelt, glasig werden und verfaulen. Der ungeübte Aquarianer schiebt dies dann auf falsche Pflege, kann aber nichts dafür, da er einfach keine Wasserpflanze gekauft hat. Beispiele für emers wachsende Pflanzen sind Echinodoren, Javafarn und Anubias.
 
Submerse_und_emerse_Pflanzen
 

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